Boeings F-15QA, die „fortschrittlichsten Version“ des Kampfjets, ist am Ostermontag in St. Louis zum Erstflug gestartet.

Das Flugerprobungsteam von Boeing unter der Leitung des Cheftestpiloten Matt Giese arbeitete während des 90-minütigen Flugs eine umfangreiche Testliste ab, um die Fähigkeiten des Mehrzweck-Kampfjets zu testen. Das Flugzeug demonstrierte seine Manövrierfähigkeit während seines vertikalen „Viking“-Starts und beim anschließenden Manövrieren im Testluftraum bis maximal neun g. Auch die Überprüfung von Systemen wie Avionik und Radar war erfolgreich, so Boeing.

Das US-Verteidigungsministerium erteilte Boeing 2017 einen Auftrag in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar zum Bau von 36 F-15-Kampfflugzeugen für die Luftstreitkräfte Katars. Boeing wird 2021 mit der Auslieferung der Flugzeuge an den Kunden beginnen. Boeing ist auch für die Ausbildung der Piloten und des Wartungspersonals zuständig.

„Dieser erfolgreiche Erstflug ist ein wichtiger Schritt, um der QEAF ein Flugzeug mit der besten Reichweite und Nutzlast seiner Klasse zur Verfügung zu stellen“, sagte Prat Kumar, Boeing-Vizepräsident und F-15-Programmmanager. „Im Einsatz kostet die F-15 die Hälfte pro Flugstunde im Vergleich zu ähnlichen Kampfflugzeugen und bietet weit mehr Nutzlast bei weit größeren Reichweiten“.

Die F-15QA bietet eine Fly-by-Wire-Flugsteuerung, ein digitales Cockpit mit großen Bildschirmen, modernisierte Sensoren, Radar- und elektronische Kriegsführungsfähigkeiten sowie den schnellsten Missionscomputer der Welt, so Boeing.

Aufbauend auf der F-15QA-Plattform bereitet Boeing nun die Fertigung der F-15EX für die US Air Force vor. Diese Eagle-Version ist im National Defense Authorization Act für das Haushaltsjahr 2020 enthalten. Im Januar teilte die USAF ihre Absicht mit, zunächst acht Jets zu bestellen. Für die Zukunft sind bis zu 144 Flugzeuge geplant.

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