Emirates-Chef Tim Clark behält auch in der anhaltenden Krise seinen Optimismus. Seine Prognose: Bis spätestens Anfang 2022 sind alle A380 der Golf-Airline wieder im Dienst, inklusive aller noch bestellten Superjumbos. Allerdings nur unter einer Voraussetzung.

Bislang sieht es auch bei Emirates nicht allzu rosig aus. Von den 114 A380 in der Flotte sind noch immer 102 geparkt, nur ein Dutzend Maschinen sind im nach wie vor stark ausgedünnten Emirates-Netzwerk unterwegs. Zwar wuchs die Zahl der A380-Destinationen in den vergangenen Monaten stetig, doch von der Schlagzahl aus Vor-Corona-Zeiten ist auch Emirates noch meilenweit entfernt. Zudem warten bei Airbus noch acht farbrikneue Superjumbos, die für Emirates bestimmt sind, auf ihre Auslieferung.


Drei neue A380 noch dieses Jahr

Für Tim Clark, den langjährigen Chef und Gestalter des Golf-Carriers, ist dieser Status Quo jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil: Die Nachfrage nach Reisen werde sich im kommenden Jahr rasant entwickeln, erklärte Clark kürzlich im Interview mit Bloomberg TV. „Meine Sicht der Dinge, und das ist immer eine optimistische Sichtweise, lautet daher, dass Ende des nächsten Kalenderjahres, spätestens aber im ersten Quartal 2022, wieder alle unsere A380 fliegen werden“, unterstrich der Brite. Eine Woche zuvor hatte Emirates offiziell bestätigt, alle acht noch nicht ausgelieferten A380 zu übernehmen. Drei davon sollen laut Clark sogar noch dieses Jahr zur Flotte stoßen, mindestens einer mit neuer Premium Economy-Klasse an Bord.



Impfstoff als Schlüssel

Die guten Zukunftsprognosen können aus Sicht von Tim Clark allerdings nur dann wahr werden, wenn der Welt rasch ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht – und dieser global breitflächig verteilt wird. Auch Corona-Schnelltests an den Flughäfen könnten einen positiven Effekt haben: „Das wird natürlich helfen“, so Clark. Zu Plänen, Passagiere bald nur noch mit Impfnachweis ins Flugzeug zu lassen, wie sie etwa die australische Qantas hegt, äußerte sich Clark skeptisch. Es sei noch sehr früh, über solche Fragen zu debattieren. Zudem werde die Verantwortung, wer unter welchen Voraussetzungen in welches Land einreisen dürfe, auch künftig bei den Regierungen liegen. Das mache es für die Airlines im Grunde überflüssig, derartige Vorschriften zu erlassen.


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