Gestreckte Version fliegt ab März im Liniendienst
Alaska Airlines übernimmt erste Boeing 737 MAX 9

Am Sonntag hat Alaska Airlines ihre erste Boeing 737 MAX 9 übernommen. Der neue Twin fliegt ab März im Liniendienst und erhält bei Alaska schon bald Gesellschaft von deren nächster MAX 9. Vorher ist aber noch ein aufwändiges Einweisungstraining für alle Piloten und Techniker geplant.

Alaska Airlines holte sich ihre erste Boeing 737 MAX 9 am Sonntag am Boeing-Auslieferungszentrum am Stadtflughafen Boeing Field in Seattle ab und brachte die Neuerwerbung zur nur wenige Flugminuten entfernten Alaska-Wartungsbasis am internationalen Flughafen Seattle-Tacoma. Dabei waren eine Reihe von Alaska-Führungskräften als Passagiere an Bord.


„Wir haben sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet“, sagte Alaska-Präsident Ben Minicucci. „Es war etwas Besonderes, an Bord unserer neuesten 737 zu gehen und damit nach Hause zu fliegen. Dieses Flugzeug ist ein wichtiger Teil unserer Zukunft. Wir glauben daran, wir glauben an Boeing und wir glauben an unsere Mitarbeiter, die jetzt fünf Wochen lang damit trainieren werden, damit wir bereit sind, unsere Fluggäste sicher zu befördern.“


Alaska wird ab dem 1. März mit der 737-9 von Seattle aus nach Los Angeles und San Diego pendeln. Im Lauf des Monats stößt dann noch ein Schwesterflugzeug zur Flotte. Vor dem regulären Flugbetrieb wird das Flugzeug seitens der Airline noch fünf Wochen lang getestet und vorbereitet. Dabei erhalten alle Wartungstechniker mindestens 40 Stunden Einweisungstraining, um alle Unterschiede gegenüber der bisherigen 737NG zu lernen. MAX-Avionikspezialisten und -Triebwerkstechniker erhalten weitere 40 Stunden Einweisungen.


Die Piloten werden in 50 Flugstunden bei Streckenerprobungsflügen bis nach Hawaii an das neue Muster gewöhnt. Dabei wird auch der Flugbetrieb bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen und Geländesituationen geschult. Zuvor haben die Piloten jeweils acht Stunden Simulatortraining erhalten, bei dem auch die seitens der FAA neu vorgeschriebenen Manöver praktisch erflogen und alle Änderungen vorgeführt werden.


„Unser Trainingsprogramm reicht über das hinaus, was die FAA vorschreibt, wir haben die besten Piloten der Branche“, sagte John Ladner, Alaska-Kapitän und Flugbetriebsvorstand. „Wir vertrauen diesem Flugzeug vollständig. Es ist eine hervorragende Ergänzung der Flotte und wir sind bereit, es ab März im Liniendienst einzusetzen.“


Alaska Airlines wird in den nächsten vier Jahren, gemäß eines im Dezember erweiterten Vertrages, 68 „Boeing 737-9 MAX“, so die aktuelle Schreibweise der Fluggesellschaft, übernehmen. Optionen bestehen für weitere 52 Flugzeuge. 2021 werden 13 Flugzeuge geliefert, 2022 sind 30 Übergaben geplant, 2023 wieder 13 und im Jahr 2024 die restlichen zwölf. 13 Flugzeuge aus dem Großauftrag werden in einer getrennten Transaktion geleast. Mit den dann 68 Flugzeugen will Alaska ihre von Virgin America geerbten A320 im Bestand ausmustern, um zu einer einheitlicheren 737-Flotte für Mittelstrecken zurückzukehren.


Alaska Airlines bedient 115 Ziele in den USA und Nordamerika. Ab Ende März gehört sie der Luftfahrtallianz oneworld an.


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