Es war eines der größten Sportereignisse der Welt, auch in Corona-Zeiten: Am 7. Februar stieg in Tampa der 55. „Super Bowl“, das Finale der US-Football-Liga NFL. Die US Air Force unterstützte das Event auf ihre Art – und schickte ein Bombertrio übers Stadion.

Der 55. Super Bowl in Tampa, vermarktet als „Super Bowl LV“, war gleich in mehrfacher Hinsicht besonders: Nicht nur, weil das Endspiel der US-Profiliga im American Football mitten in der Corona-Pandemie stattfand. Sondern auch, weil mit den Tampa Bay Buccaneers zum ersten Mal in der Super Bowl-Geschichte ein Team das Finale im heimischen Stadion bestritt – und direkt den Titel holte. Die Buccaneers traten im Raymond James Stadium gegen die Kansas City Chiefs an – und schickten die Siegermannschaft aus dem letzten Jahr mit 31:9 nach Hause. Ein „Geisterspiel“ war es übrigens nicht: Trotz Corona planten die Veranstalter mit bis zu 22.000 Zuschauern vor Ort.


Begleitprogramm zur Hymne

Diese konnten, neben dem Sieg der Buccaneers, auch eine besondere Darbietung der US Air Force erleben. Denn die US-Luftwaffe schickte im Vorfeld des Spiels drei Bomber im tiefen Formationsflug über das Stadion – just zu dem Moment, in dem die Soulsängerin Jazmine Sullivan zusammen mit Countrymusiker Eric Church die letzten Silben der Nationalhymne ins Mikro hauchten. Abseits des Pathos war der Überflug vor allem deshalb der Rede wert, weil er von drei unterschiedlichen Flugzeugmustern bestritten wurde.

Drei Muster von drei Stützpunkten

Das Super Bowl-Trio der US Air Force setzte sich zusammen aus einer Rockwell B-1B Lancer von der Ellsworth Air Force Base in South Dakota, einer Northrop B-2 Spirit von der Whiteman AFB in Missouri sowie einer Boeing B-52 Stratofortress von der Minot AFB in North Dakota. Die drei Bomber starteten für den abendlichen Stadionüberflug von ihren jeweiligen Basen aus, schlossen sich sich dann in der Luft zusammen und kehrten nach dem Ereignis zu ihren Stützpunkten zurück. Es sei „eine große Ehre“ für die Air Force, den Super Bowl zu unterstützen, erklärte Tim Ray, Kommandeur des Air Force Global Strike Command, schon im Vorfeld des Überflugs. „Wir freuen uns auf die Gelegenheit, der Nation während dieses aufregenden Ereignisses die Zuverlässigkeit, Flexibilität und Präzision unserer Bomberflotte zu präsentieren.“



Kostenneutraler Show-Act

Angeführt wurde die Formation im Übrigen von einer Frau: Am Steuer der B-2 saß Capt. Sarah Kociuba, Spitzname „Gucci“. Wert legt die Air Force außerdem darauf, dass der Überflug „ohne zusätzliche Kosten für den Steuerzahler“ stattfand. Stattdessen nutzten die Bombercrews das Ereignis als „Time-over-Target“-Training – genauso wie die rund 1.000 anderen Überflüge, die jährlich im ganzen Land stattfänden, „um die Fähigkeiten unserer Flugzeuge zu präsentieren, Patriotismus zu verbreiten und gleichzeitig zukünftige Generationen von Luftfahrtfans zu inspirieren“, wie die US-Luftwaffe mitteilte.


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