Airbus treibt die Entwicklung eines Wasserstoff-Flugzeugs bis 2035 voran. Nach einem Medienbericht laufen aktuelle Pläne des Herstellers auf einen Turboprop für Kurzstrecken hinaus. Airbus will sich spätestens 2025 auf ein Konzept festlegen.

100 Passagiere, 1.000 Seemeilen Reichweite: Airbus wird sich mit einem Turboprop an die Entwicklung eines mit Wasserstoff betriebenen Airliners heranwagen. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ unter Berufung auf Insider. Der Turboprop-Ansatz stelle die Entwickler gegenüber Turbofan- und Blended-Wing-Konzepten zwar vor vergleichsweise niedrigere technische Hürden, wird aber einen kleineren Markt ansprechen. Airbus hatte im September 2020 drei Konstruktionen für ein Flugzeug mit Brennstoffzelle vorgeschlagen.


Entscheidung Mitte des Jahrzehnts

„Alle Studien erzielen gute Fortschritte“, sagte eine Airbus-Sprecherin „Bloomberg“. Vor 2024 oder 2025 werde Airbus aber keine Festlegung auf ein Konzept treffen. Die Turbofan-Auslegung hat Airbus mit 120 bis 200 Passagieren und 3.700 Kilometer Reichweite etwas unterhalb der A320neo angesetzt, sagte Airbus-Technologievorständin Grazia Vittadini im vergangenen September. Das Flugzeug würde mit gut 800 km/h aber die gleiche Fluggeschwindigkeit erreichen.


Modularer Turboprop

Der Wasserstoff-Turboprop für 100 Passagiere wäre mit 600 km/h sogar rund hundert Stundenkilometer schneller als aktuelle Turboprops. Beide Entwürfe werden von Gasturbinen angetrieben, die ein Hybrid-Elektromotor mit Brennstoffzellen ergänzt – eine bewusst konventionelle Herangehensweise. Ende 2020 hatte Airbus noch ein alternatives Turboprop-Design mit austauschbaren Antriebsmodulen nachgeschoben. Das Konzept sieht ein Flugzeug mit sechs „Pods“ vor, in denen ein Elektromotor einen Propeller antreibt. Die in sich abgeschlossenen Antriebsmodule verfügen über einen eigenen Wasserstofftank und eine Brennstoffzelle.


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