Die tschechische Fluggesellschaft České aerolinie (ČSA) soll beim Arbeitsamt die Entlassung von 430 Mitarbeitern angemeldet haben. Dies berichten tschechische Medien unter Bezugnahme auf die tschechische Gewerkschaft des fliegenden Personals, OOPL.

Die Tageszeitung „Hospodářské noviny“ hatte am Mittwoch berichtet, die Gewerkschaft habe die geplanten Massenentlassungen bestätigt. Ende Februar laufe ein Gläubigerschutz für das durch die Corona-Flaute getroffene Unternehmen aus, ohne dass staatliche Beihilfen in Aussicht stünden. Laut „Radio Prague International“ geht ČSA davon aus, dass ihr keine Hilfskredite im Rahmen eines allgemeinen Corona-Notprogramms „Covid Plus“ der tschechischen Regierung zustehen.

Das Internetportal „Seznam Zprávy“ meldete, die Muttergesellschaft Smartwings Group habe beim Staat einen Hilfskredit über 42 Millionen Euro beantragt, ohne den ČSA die Insolvenz drohe. Schon im letzten Sommer war die Entlassung von 313 der damals 2500 Mitarbeiter der Gruppe, davon arbeiten 700 bei ČSA, beschlossen worden.


Die traditionsreiche Fluggesellschaft wurde 1923 gegründet. Unser Foto zeigt einen „Retrojet“ der Airline in historischen Farben, der an die einst durch ČSA betriebene Tu-104 erinnert. Heute gehört das Unternehmen zu 97,74 Prozent dem Reisekonzern Smartwings Group, der mit Smartwings (vormals Travel Service Airlines) parallel eine Niedrigpreisfluggesellschaft betreibt.


Unterdessen dementierte ČSA Berichte, sie werde den Betrieb ab März einstellen. Man bereite eine Umstruktierung vor, die nicht die tatsächliche Entlassung aller Mitarbeiter bedeuten müsse.


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