Staat um Staat hebt das Verbot für die 737 MAX wieder auf – die Krisen-Boeing erhält eine zweite Chance. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt die 737 MAX in dieser Phase nicht aus dem Blick. Jeder Flug wird via Satellit in Echtzeit erfasst – und penibel nachbereitet.

Nach zwei Abstürzen mit 346 Toten proben Boeing und FAA mit der 737 MAX einen Neuanfang ohne jeden Vertrauensvorschuss. Technisch bescheinigt zwar auch die europäische Luftfahrtaufsicht EASA der überarbeiteten 737 MAX Flugsicherheit – die 737 MAX bleibt aber unter scharfer Kontrolle.


Spezialpaket für die MAX-Überwachung

Zweimal pro Sekunde wird jede 737 MAX in der Luft per ADS-B einen Statusbericht an ein Datencenter in New Jersey senden, teilte die FAA mit. Das ADS-B gehört bei neuen Airbus- und Boeing-Jets zum Standardumfang. Über das Satellitennetz des Betreibers Aireon lassen sich Positions- und Flugzeugdaten nahezu in Echtzeit erfassen. Die FAA hat bei Aireon nach einer zehnwöchigen Testphase für die 737 MAX ein Spezialpaket gebucht. Die übermittelten Datenpunkte „werden Abweichungen von bestimmten Parametern während aller Flugphasen markieren und die Flugsicherheitsabteilung der FAA darüber in Kenntnis setzen“, teilte die FAA mit. Nach jedem Flugtag wird Aireon aus den ADS-B-Datenpaketen zudem für jede 737 MAX einen detaillierten Einsatzbericht für die FAA erstellen.


Neue Möglichkeiten in der Luftraumüberwachung

Die ADS-B-Infrastruktur besteht aus 66 Satelliten, die eine faktisch lückenlose Luftraumüberwachung ermöglichen. Im Luftraum über dem Nordatlantik wird ADS-B nach einer erfolgreichen Testphase von den Flugsicherungen NATS (GB), NAV Portugal und Nav Canada bereits für eine effizientere Routenführung eingesetzt.


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