Airbus hat die letzte A380 von Toulouse nach Hamburg überführt. Fast parallel zog Konkurrent Boeing im Nordwesten der USA mit dem Erstflug der letzten 787 aus Washington einen Schlussstrich unter die Dreamliner-Produktion am Pudget Sound.

Der letzte Dreamliner aus Everett geht an ANA: Boeing hat am Dienstag die 787-9 L/N 1095 im Flug getestet – und das Kapitel der 787-Endlinie Everett geschlossen. In Zukunft wird neuen Dreamlinern beim Erstflug eine Atlantik- statt Pazifikbrise um die Tragflächen wehen. Boeing zieht die Endmontage am Werk Charleston in South Carolina zusammen, in der Krise senkt der Hersteller die Produktion auf eine Notlaufrate von nur noch fünf 787 pro Monat ab – zu wenig, um auf Dauer beide Standorte auszulasten. In der Spitze hatte Boeing in Everett und Charleston 14 Dreamliner pro Monat produziert.


Auslieferungen sollen bald wieder starten

Derzeit durchlaufen alle neuen Dreamliner vor Auslieferung zeitintensive Checks, um mögliche Produktionsfehler an Rumpfsektionen, Schotts und Cockpitfenstern auszuschließen – oder rechtzeitig zu korrigieren. Boeing will die im Oktober 2020 gestoppten Auslieferungen frühestens Ende März wieder aufnehmen.


Anfang und Ende

Die 787 ist ein Kind des pazifischen Nordwestens: im Juli 2007 rollte in Everett der erste Prototyp ZA001 aus der Halle, 2011 lieferte Boeing das erste Kundenflugzeug vom Stammwerk aus – ebenfalls an ANA.


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