Ein Airbus A310 der Flugbereitschaft hat sich heute Vormittag von Köln aus auf den Weg nach Nordbrasilien begeben. An Bord des Flugzeugs mit dem Kennzeichen 10+23 befinden sich 80 Beatmungsgeräte für die von Corona besonders gebeutelte Stadt Manaus.

Internationale Hilfe sei im Kampf gegen die Pandemie selbstverständlich, erklärte die Luftwaffe anlässlich der jüngsten Hilfsmission für Brasilien. In der Millionenstadt Manaus im Norden des Landes war Anfang des Jahres der Sauerstoff ausgegangen, das Gesundheitsmanagement brach weitgehend zusammen. Die Lage in Manaus ist nach wie vor prekär, jede Unterstützung willkommen. Bereits vor rund einer Woche war deshalb bekannt geworden, dass die Bundeswehr die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas mit der Lieferung von Beatmungsgeräten unterstützen wird.




Luftwaffe

Internationale Hilfe sei für Deutschland „selbstverständlich“, hieß es zum Start des Manaus-Fluges aus dem Bundesverteidigungsministerium.

„Es geht um Menschenleben“

Der Hilfsflug im Auftrag des Auswärtigen Amtes umfasst 80 Beatmungsgeräte für Intensivpatienten. Die Apparate stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums. Heute Morgen wurde die wichtige Fracht am Flughafen Köln-Bonn in den Airbus A310 mit dem Kennzeichen 10+23 verladen. Gegen 10.30 Uhr am Vormittag hob die 10+23, die bis Dezember den Taufnamen „Kurt Schumacher“ trug, Richtung Amazonas ab. Generalleutnant Ingo Gerhartz, der Inspekteur der Luftwaffe, hob nach dem Start die Bedeutung des Hilfsfluges heraus. Schließlich gehe es um Menschenleben. „Ich freue mich, dass wir als Luftwaffe mit einer unserer Kernkompetenzen – dem Lufttransport – erneut einen Beitrag im weltweiten Kampf gegen das Virus leisten können, so Gerhartz.



Kurze Bodenzeit in Manaus

Die geplante Flugroute wird das 32 Jahre alte Flugzeug, einst im Dienst beim DDR-Carrier Interflug, zunächst auf die Kapverdischen Inseln führen. Auf der Insel Sal ist ein Zwischenstopp eingeplant, bevor es am 27. März weiter nach Manaus geht. Dort werden die deutschen Soldaten laut Angaben der Bundeswehr nur zwei Stunden am Boden verbringen und jegliche Kontakte meiden. Den Rückflug bestreitet die 10+23 dann mit Stopps in Fort-de-France (Martinique) und Lajes (Azoren). Wenn die A310 schließlich wieder in Köln einschwebt, wird sie rund 18.470 Kilometer zurückgelegt haben.


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