Mit dem Ostergeschäft 1956, vor genau 65 Jahren, nahm Condor ihren Flugbetrieb auf. DIe Frankfurter fliegen seit dem Ende von Thomas Cook zwar ohne Konzernmutter, konnten ein Schutzschirmverfahren Ende 2020 aber erfolgreich verlassen.

Am 29. März 1956 begann Condor mit Gruppenreisen nach Israel und Ägypten ihren Flugbetrieb. Gegründet worden war das Unternehmen bereits im Winter zuvor. Am 21. Dezember 1955 entstand die Condor-Vorgängerin „Deutsche Flugdienst GmbH“ unter Beteiligung der vier Gesellschafter Norddeutscher Lloyd (27,75 Prozent), Hamburg-Amerika-Linie (27,75 Prozent), Deutsche Lufthansa (26 Prozent) und Deutsche Bundesbahn (18,5 Prozent).


Der Heimatflughafen ist seitdem Frankfurt am Main. Die Flotte bestand anfangs aus drei zweimotorigen Kolbenmotor-Propellerflugzeugen des englischen Typs Vickers Viking mit je 36 Sitzen. Schon im ersten Betriebsjahr kamen mit Mallorca und Teneriffa zwei bis heute klassische Ziele ins Programm. 1959 erweiterte Lufthansa ihre Beteiligung auf 100 Prozent. 1961 übernahm die Deutsche Flugdienst GmbH die 1957 gegründete „Condor Luftreederei Hamburg“ des Oetker-Konzerns und taufte sich sich in Condor Flugdienst GmbH um. Condor war geboren.


Heute sind Condor und Lufthansa Konkurrenten, denn Lufthansa will mit Eurowings Discover in Frankfurt und München eine neue, eigene Marke für den touristischen Langstreckenverkehr etablieren. Die Luftfahrtbranche erwartet, dass sich der Markt für Privatreisen nach der Corona-Pandemie schneller erholt, als der für Geschäftsreisen. Das zeigt auch das aktuelle Ostergeschäft, bei dem alleine Condor von acht deutschen Flughäfen nach Palma de Mallorca startet. Dabei hat die Fluggesellschaft in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Leipzig/Halle die Kapazität zuletzt noch deutlich augestockt. Vor ihrem Rückflug nach Deutschland müssen alle Passagiere als neue Schutzmaßnahme der deutschen Behörden einen aktuellen Corona-Test vorlegen.


Zuletzt hatte Condor bei der EU gegen Lufthansa geltend gemacht, dass LH ihre vorherigen Zubringerflug-Sitze für Condor-Langstreckenpassagiere wettbewerbsverzerrend gekündigt habe. Lufthansa möchte diese Passagiere künftig mit ihrer eigenen Tochter Discover in die Ferne befördern. Condor sah in der Kündigung der LH-Zubringer eine mißbräuchliche Nutzung der Staatshilfen seitens Lufthansa, die damit ihren Konkurrenten Condor bekämpfe. Neuerdings scheinen sich beide Airlines in dieser Sache aber wieder anzunähern.


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