An einigen Boeing 787 ist die Funktion der Dekompressionspaneele eingeschränkt. Von dem Problem sind mehr Dreamliner betroffen als zunächst angenommen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat ihre Lufttüchtigkeitsanweisung daher auf alle 787-8, 787-9 und 787-10 ausgeweitet.

Die Serie der negativen Neuigkeiten über die Boeing 787 hält an. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat am Dienstag Inspektionsauflagen für Dekompressionspaneele auf alle 787 in den Vereinigen Staaten ausgedehnt. Die Paneele trennen Passagierkabine und Frachtraum. Lackagen an gerissenen oder gelösten Paneelen können bei einem Feuer im Frachtraum die Funktion der Löschanlage beeinträchtigen. Laut FAA besteht die Gefahr, „dass die Halonkonzentration nicht zu einer effektiven Brandbekämpfung ausreicht“.


„Kann alle Seriennummern betreffen“

Vor diesem Hintergrund hatte die FAA im Februar eine Lufttüchtigkeitsanweisung für die 787 erlassen, die dringliche Inspektions- und Wartungsanweisung zunächst aber nur auf bestimmte Seriennummern beschränkt. „Der unsichere Zustand kann alle Seriennummern dieses Produkts betreffen“, korrigiert die FAA in der jüngsten Lufttüchtigkeitsanweisung ihre Einschätzung.


Schwere Produktionsfehler

Boeing hatte 787-Auslieferungen wegen schwerer Produktionsfehler zwischen Oktober 2020 und März 2021 komplett eingestellt. Im vergangenen Monat wurde zudem eine Nachkontrolle der Cockpitfenster an neuen 787 publik. Die FAA hat ihre Aufsicht über das Programm verschärft und Boeing im Januar die Lizenz zur Selbstzertifizierung von vier 787 vor Auslieferung entzogen.


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