Leonardo gab am Samstag den Erwerb eines Anteils von 25,1 Prozent an Hensoldt bekannt. Die Italiener werde somit neben KfW (Deutscher Staat) zu einem Großaktionär des deutschen Elektronikspezialisten.

Die Aktien stammen von der Square Lux Holding II S.à r.l., einem Portfoliounternehmen von KKR. Sie kosten einen „Barbetrag von ca. 606 Millionen Euro oder 23 Euro je Aktie. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen und wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet, so Leonardo.


Square Lux Holding II S.à r.l. wird nach Vollzug des Verkaufs an Leonardo S.p.A. und nach Vollzug des Verkaufs an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die im Auftrag der Bundesregierung handelt, noch rund 18 Prozent an Hensoldt halten.


Thomas Müller, CEO von Hensoldt, sagte: „Wir begrüßen das Investment von Leonardo in Hensoldt sehr. Mit dieser Transaktion haben wir einen zweiten langfristigen Ankeraktionär in unserem Unternehmen und einen starken potenziellen strategischen Partner, mit dem wir bereits erfolgreich an einer Reihe von Programmen zusammenarbeiten. Als ein führender Anbieter von Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen war es schon immer unser Ziel, eine entscheidende Rolle bei der Konsolidierung des europäischen Verteidigungsmarktes zu spielen. Wir sehen in der Zusammenarbeit mit Leonardo vielfältige Chancen, unsere erfolgreiche Strategie weiter zu unterstützen und das langfristige Wachstum von Hensoldt stärken zu können.“


Portfolios ergänzen sich

Laut Alessandro Profumo, CEO von Leonardo, soll das Investment „als Katalysator für den Aufbau einer engeren Zusammenarbeit (dienen), die unsere jeweiligen Positionen im wachsenden Markt für Verteidigungselektronik weiter stärken wird. Wir glauben, dass dieser Schritt … komplementäre Stärken zusammenbringt, um mehr Kunden und Partner mit den von ihnen benötigten Lösungen zu versorgen, während gleichzeitig nationale Technologien und Fähigkeiten erhalten bleiben“


„Diese Investition spiegelt auch unsere seit langem vertretene Ansicht über die Bedeutung des Aufbaus von Kooperationen in der europäischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsindustrie wider und zeigt die Entschlossenheit von Leonardo, eine aktive Rolle in dieser Entwicklung zu spielen,“ so Profumo weiter.


Die geplante engere Zusammenarbeit basiert auf einer starken Komplementarität der beiden Unternehmen in Bezug auf Geografie, Produktportfolio, Endmärkte, Kunden und Lieferanten in den Bereichen Luft, Land und Marine und wird es ihnen ermöglichen, den Zugang zu ihren jeweiligen Märkten zu vertiefen, ihren Kunden Komplettlösungen anzubieten und Best Practices für die Entwicklung zukünftiger Technologien zu teilen, so Leonardo.


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