Die Zeit der Transall bei der Luftwaffe neigt sich dem Ende zu. Nach acht Jahren Auslandseinsatz in Afrika kehrte der Transporter zum LTG 63 in Hohn zurück.

Von Niamey im Niger aus hatte die Transall Versorgungsflüge nach Mali, insbesondere Gao, durchgeführt. Das „Drehkreuz in der Wüste“ ist für die Erfüllung der Mission MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali) von großer Bedeutung.


In den fast acht Jahren in Afrika transportierte die Transall 22000 Passagiere und über 5000 Tonnen Fracht. Es kamen ca. 4200 Flugstunden zusammen bei 900 Missionen davon 76 als MedEvac mit 158 Patienten an Bord.


Nun wird die Transall Ende des Jahres ausgemustert. Das Lufttransportgeschwader 63 wird aufgelöst. Der Flugplatz Hohn wird ab Ende 2021 für die in Norddeutschland gelegenen fliegenden Verbände als Ausweichflugplatz dienen.


Das erste Modell der Transall wurde im April 1968 an die Luftwaffe ausgeliefert. Insgesamt 110 Transall wurden an die Luftwaffe übergeben. Zahlreiche Humanitäre Einsätze wurden in Afrika geflogen, die den Besatzungen und der Transall den Namen „Engel der Lüfte“ einbrachten. Neben regulären Einsätzen im taktischen und strategischen Lufttransport wurde die Transall auch zu medizinischen Evakuierungsflügen, zum Beispiel 2003 im Kongo verwendet.


Ersetzt wird die Transall durch die 2013 in Dienst gestellten A400M und durch die, zukünftig in Évreux stationierte, C-130 Hercules.


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