GE Aviation hat die Erprobung seines ersten adaptiven XA100-Triebwerks abgeschlossen. Ein Antrieb dieser Art mit variablem Nebenstromverhältnis ist für die nächste Fighter-Generation vorgesehen.

Die Versuche auf dem Höhenteststand in Evendale, Ohio, begannen im Dezember 2020. Die Leistung und das mechanische Verhalten des Triebwerks stimmten mit den Vorhersagen vor dem Test überein und entsprachen vollständig den Zielen des Adaptive Engine Transition Program (AETP) der US Air Force, so GE.


„Dies war der am stärksten instrumentierte Triebwerkstest in der Geschichte von GE und der US Air Force. Wir waren in der Lage, eine immense Menge an hochwertigen Testdaten zu erhalten, die die Fähigkeiten des Triebwerks unter Beweis stellen“, erklärt David Tweedie, General Manager für Advanced Combat Engines bei den GE Edison Works.


Variables Nebenstromverhältnis

Das Triebwerk XA100-GE-100 kombiniert drei Schlüsseltechnologien, um einen Generationswechsel beim Antrieb von Kampfflugzeugen zu ermöglichen:


# Ein adaptiver Motorzyklus, der sowohl einen Modus mit hoher Schubkraft für maximale Leistung als auch einen Modus mit hohem Wirkungsgrad für optimale Treibstoffeinsparung und Patrouillenzeit bietet


# Eine Architektur mit einem dritten Luftstrom, die einen Sprung im Wärmemanagement und damit zukünftige Missionssysteme ermöglicht


# Umfassender Einsatz fortschrittlicher Komponententechnologien, einschließlich Keramikmatrix-Verbundwerkstoffe (CMC), Polymermatrix-Verbundwerkstoffe (PMC) und additive Fertigung


Diese revolutionären Innovationen erhöhen laut GE Aviation die Schubkraft um 10 Prozent, verbessern die Treibstoffeffizienz um 25 Prozent und bieten eine deutlich höhere Wärmeabfuhrkapazität des Flugzeugs – und das alles bei gleichem Einbauraum wie bei aktuellen Antriebssystemen.


Weitere Tests geplant

Die Montage des zweiten Prototyps des XA100-Triebwerks von GE ist in vollem Gange, und die Tests an diesem Triebwerk werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2021 beginnen.


Die Erprobung des XA100 im Rahmen des AETP-Programms ist der Höhepunkt eines mehrjährigen Projekts zur Technologiereifung und Risikoreduzierung, um Triebwerke mit adaptivem Luftkreislauf in enger Zusammenarbeit mit der US-Luftwaffe zur vollen Reife zu bringen. Neben GE Aviation entwickelt auch Pratt & Whitney ein entsprechendes Modell (XA101).


Die Bemühungen begannen 2007 mit dem ADVENT-Programm (Adaptive Versatile Engine Technology), wurden 2012 mit dem AETD-Programm (Adaptive Engine Technology Development) fortgesetzt und gipfelten 2016 im Start von AETP. Diese Entwicklungsarbeit lieferte GE eine solide Grundlage für Analysen und empirische Testaktivitäten, um erfolgreich ein Prototypentriebwerk in Originalgröße zu entwickeln.


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