Ein 27 Tonnen schwerer Gedenkstein der Bundeswehr wurde per Antonow An-124 von Masar-i-Scharif nach Leipzig geflogen.

Ein riesiger Findling aus dem Marmal-Gebirge war das Herz des Ehrenhains für die im Einsatz verstorbenen Soldaten im deutschen Feldlager Camp Marmal in Afghanistan. „Allen in Deutschland war klar, dass dieser besondere Ort des Gedenkens komplett eingepackt werden muss“, sagte Oberst Frank K., Director Redeployment in Camp Marmal. Im Wald der Erinnerung in Schwielowsee bei Potsdam soll der Stein wie in Afghanistan im Zentrum des nachgebauten Ehrenhains von Camp Marmal stehen.


„Die Herausforderung lag darin, den Stein für den Lufttransport zu sichern – er durfte nicht beschädigt werden“, erklärte Hauptmann Marco R., Zugführer der Spezialpioniere. Mit Hilfe eines 100-Tonnen Krans wurde der Findling angehoben und in Folie verpackt.


Für den Transport hatte eine An-124-Transportmaschine einen Schwerlasttransporter (SLT) 56 Tonnen und vier Soldaten aus dem Logistikbataillon 172 in Beelitz mitgebracht. Normalerweise transportieren die Spezialisten des SLT-Zuges Panzer und anderes schweres Gerät – ein rund 27 Tonnen-Stein war auch für sie ein Novum. „Wir mussten ein paar Mal neu ansetzen, bis alles fest war“, sagte Hauptmann R. Die Sicherungsarbeiten dauerten ihre Zeit bis der Findling mit Ketten und Gurten in jede Richtung fest verzurrt war.


64,5 Tonnen brachten Zugmaschine und Auflieger mit Findling am Ende auf die Waage. Eine Menge – aber kein Problem für den Antonow-Transporter, der unter Idealbedingungen bis zu 120 Tonnen tragen kann. Der Rückflug von Masar-i-Scharif nach Leipzig dauerte wie gewohnt etwa neun Stunden. Vor dort ging es dann in zur Henning-von-Tresckow-Kaserne in Schwielowsee. Dort, unweit des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, befindet sich der Wald der Erinnerung.


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