Boeing will alsbald ein Gegenkonzept zum Airbus A321XLR präsentieren. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir unser (Flugzeug) ankündigen“, sagte Boeing-Chef David Calhoun in einer Analystenrunde – und fand viel Lob für den Langstrecken-Narrowbody der Konkurrenz.

Dave Calhoun hat sich als Fan der A321XLR geoutet. „Mir gefällt alles daran“, bekannte der Boeing-Chef laut der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ im Gespräch mit Bernstein-Analyst Douglas Harned. „Das ist ein gutes Flugzeug.“ Tatsächlich hat Airbus mit der A321XLR einen Nerv getroffen – 450 Bestellungen liegen für den 2023 erwarteten Transatlantiker auf Basis A321neo inzwischen vor.


Was hat Boeing in der Schublade?

Doch der Vorsprung von Airbus in diesem Segment ist laut Calhoun für Boeing nicht uneinholbar – zumal der Konzern in naher Zukunft ein neues Programm starten will. Nach Informationen der „Aviation Week“ laufen aktuelle Arbeitspakete auf eine Wiederbelebung des Boeing-Konzepts „-5X“ hinaus – einen Jet mit neuer Rumpf-Architektur, 250 bis 275 Sitzen, zwei Gangreihen und rund 5.000 Seemeilen Reichweite. Die „5X“ war Teil des Vorentwurfs „797“, mit dem Boeing 2018 Marktforschung bei Airlines und Leasingfirmen betrieben hatte.


777XF gegen A350F

Seither hat Boeing mit United und American Airlines bereits zwei Stammkunden an die A321XLR verloren. Die „-5X“ könnte die Lücke zwischen der A321XLR und der A330neo beziehungsweise der Boeing 787 füllen. Calhoun will noch keine Details verraten, sieht aber Chancen „in einer klar definierten Marktnische“.


Auf einem anderen Konkurrenzfeld will Boeing seinen Vorsprung gegenüber Airbus verteidigen: Calhoun rechnet fest mit einer Frachtversion der A350 – und will auf Basis der 777X ebenfalls einen neuen Vollfrachter entwickeln lassen.


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