Hersteller gibt Programmüberblick
Airbus: Keine aktuellen Pläne für verlängerte A321

Airbus rüstet sich für das Wiederanziehen des Flugzeugmarktes, in Absprache mit den Zulieferern und Kunden, mit steigenden Produktionsraten. Völlig neue Projekte stehen aktuell nicht auf der Tagesordnung.

Airbus Chief Commercial Officer Christian Scherer sagte bei einer Pressekonferenz am Dienstag gegenüber der FLUG REVUE, eine Verlängerung der A321neo zu einer etwaigen „A322“ stehe derzeit nicht auf seinem Plan. „A322, so ein Ding gibt es nicht“, sagte Scherer. Seine Sorge sei eher, überhaupt genug A321neo, A321LR und A321XRL liefern zu können. Dafür werde in Toulouse eine zusätzliche A321-Endmontagelinie gebaut, die auch unser Foto aus dem Vortrag zeigt. Die Flugzeuge werden an ihren einzelnen Montagestationen, zwischen denen sie schrittweise vorrücken, durch Roboterfahrzeuge beliefert.


Airbus bestätigte Pläne, die Produktionsraten deutlich zu erhöhen:


-Die A220 steigt von jetzt 5 auf 6 Flugzeuge Ende 2022 und dann bis Mitte der Dekade auf 14 Flugzeuge monatlich.


-Die A321-Produktion, Marktanteil unter den Airbus-Flugzeugen über 50 Prozent, steigt von jetzt 40 Stück auf 45 bis Ende 2022 und dann auch 64 bis zur Jahresmitte 2023, 70 im Jahr 2024 und ab Anfang 2025 sind die Zulieferer sogar auf mögliche 75 Flugzeuge pro Monat vorbereitet.


-Die A330 stagniert bei nur zwei Flugzeugen im Monat


-Die A350 wird von jetzt 5 Flugzeugen im Monat bis Ende 2022 auf sechs Flugzeuge im Monat gebracht. Studien für einen A350-Frachter laufen, sind aber noch nicht freigegeben. Demnöchst liefert Airbus die erste in Tianjin, China, kabinenausgestattete A350 aus.


2022 wird die neue A321XLR ihre Flugtests aufnehmen. Verzögerungen durch die Zulassung eines neuen Rumpf-Zusatztanks erwartet Airbus nicht. Die Erfüllung aller geltenden Zulassungsvorschriften werde wie geplant mit Demonstratoren nachgewiesen.


Programm-EVP Philippe Mhun sagte, die A220-Produktion werde als nächstes beschleunigt. Hier stehe die sogenannte Pre-FAL im Mittelpunkt, wozu die Kabinenausstattung vor der eigentlichen Endmontage zählt. Airbus investiere in Montreal-Mirabel, wo nun die früheren CRJ-Hallen von Bombardier genutzt werden könnten.


Auf dem Weg zum besseren Umweltschutz sei man seit 1990 bereits den halben Weg zum emissionsfreien Fliegen bis 2060 vorangekommen, sagte Mhun. Dank neuer Triebwerke, Leichtbaumaterialien und besserer Aerodynamik seien die Emissionen und der Verbrauch bereits heute um die Hälfte gesenkt worden. Die noch fehlende Hälfte werde wieder durch noch bessere Triebwerke sowie durch Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen oder umweltfreundlicher Erzeugung, sowie durch eine optimierte Flugsicherung erreicht.


Überschallflugzeugen erteilten Scherer und Mhun dagegen eine Absage. Wer es mit dem Thema Emissionssenkung ernst meine, könne hier keine neuen Projekte beginnen.


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