Während parlamentarische Genehmigungen für die nächste Forschungsphase noch ausstehen stärkten die Luftwaffenchefs aus Deutschland, Frankreich und Spanien dem Programm den Rücken.

„Nach schwierigen Verhandlungen haben wir mit den beteiligten Industrien einen Kompromiss gefunden. Dieses technisch anspruchsvolle und für unsere Luftwaffen zukunftsweisende Projekt ist ohne Alternative, wenn wir uns in Europa eine Unabhängigkeit bewahren wollen“, sagte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe.


Gerhartz hatte sich am Donnerstag und Freitag mit seinen Kollegen General Philippe Lavigne von der Armée de l´Air und de l´Espace und General Javier Salto Martinez-Avial von der Ejercito del Aire bei den Future Combat Air System (FCAS) Hauptauftragnehmern Dassault Aviation, Indra und Airbus über die Fortschritte des Programms informiert.


Neben Madrid in Spanien, Manching in Deutschland sowie Saint Cloud in Frankreich waren die Generale auch beim Combined Projects Team in Arcueil zu Gast, das für das Einbringen der operationellen Bedürfnisse der einzelnen Streitkräfte in das Zukunftsprojekt verantwortlich ist.


Alle Air Chiefs äußerten sich sehr anerkennend über die bisherigen Fortschritte des Projekts im Sinne des High Level Common Operational Requirements Document vom März 2019 und wiesen gleichzeitig auf die durch die Pandemie verursachten Schwierigkeiten und die Bemühungen um die industrielle Teambildung hin.


Daher haben die Chefs der Armée de l’Air et de l’Espace, der Luftwaffe und des Ejército del Aire ihren festen Willen bekräftigt, das Projekt weiterhin zu unterstützen, um es zu einer europäischen Erfolgsgeschichte zu machen.


„Militärischer Erfolg wird zunehmend mit der Fähigkeit zur gemeinsamen, bereichsübergreifenden Kriegsführung verknüpft, ein wesentliches Attribut, das den Kern des Next Generation Weapons System (NGWS) innerhalb des Future Combat Air Systems bildet“ heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. „In Bezug auf die Komplexität übersteigt das NGWS jedoch alles, was bisher in einem europäischen Kooperationsprojekt erdacht und realisiert wurde. Um die erforderlichen Technologien zur Reife zu bringen und die Risiken für NGWS zu minimieren, stellt die Entwicklung der Demonstratoren einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem operationell überlegenen und interoperablen System of Systems dar. Die Chefs der Luftwaffe freuen sich schon jetzt darauf, dass das Projekt in die nächste Phase eintritt und dann im Jahr 2027 die Ergebnisse der ersten Real-Life-Demonstrationen vorliegen werden“.


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