Jährliche Messkampagne liefert Referenzwerte
Schweizer Super Puma vermisst die Radioaktivität

Die Schweizer Luftwaffe setzt einen ihrer Super Pumas Ende des Monats wieder zur jährlichen Strahlenmessung ein. Die Messflüge für das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz liefern Referenzwerte für den Strahlenschutz.

Vom 28. Juni bis 2. Juli 2021 fänden die jährlichen Radioaktivitäts-Messflüge der Nationalen Alarmzentrale NAZ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS statt, teilten die Schweizer Behörden mit. Dabei überfliege ein Super-Puma-Helikopter die Messgebiete in rund 90 Meter Höhe über dem Boden in parallelen Bahnen. So könne die Radioaktivität am Boden schnell und grossräumig gemessen werden. Dank dieser Messresultate könnten bei einem Ereignis mit Verdacht auf erhöhte Radioaktivität Abweichungen vom Normalzustand einfacher festgestellt werden.


In diesem Jahr werden die Stadt Lugano sowie kleinere Gebiete im Kanton Tessin (30. Juni) und die Ostschweizer Städte Wil und Frauenfeld (1. Juli) überflogen und vermessen. Ergänzend werden routinemässige Flüge in der Umgebung des Kernkraftwerks Mühleberg (28. Juni) und des Kernkraftwerks Gösgen sowie der südöstlichen Grossumgebung Gösgens (29. Juni) durchgeführt. Zudem wird über dem Neuenburgersee ein kontinuierlicher Steigflug durchgeführt (28. Juni) sowie eine Transversale über das Mittelland geflogen (1. Juli).


Um die Lärmbelastung für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, wird zwischen 12 Uhr und 13 Uhr eine Mittagspause gemacht. Die Flüge enden jeweils um 17 Uhr. Bei schlechtem Flugwetter werden die Flüge innerhalb der Messwoche verschoben. Eventuelle Änderungen des Programms werden auf der NAZ-Website (www.naz.ch) publiziert. Die Messresultate werden am 2. Juli 2021 ebenfalls auf der Website veröffentlicht.


Die NAZ führt jährlich während einer Woche aeroradiometrische Messflüge durch. Mit dieser Messkampagne werden die Einsatzbereitschaft von Ausrüstung und Personal sichergestellt, Radioaktivitätsdaten in städtischen Gebieten und der Umgebung kritischer Infrastrukturen erhoben sowie die Zusammenarbeit mit kantonalen und internationalen Partnern geübt. Die Flüge in der Umgebung der Kernkraftwerke erfolgen im Auftrag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI. Im Rahmen des städtischen Messprogramms wird dieses Jahr mit Lugano die letzte der zehn grössten Schweizer Städte vermessen.


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