Ein neues Zentrallager von Airbus in Hamburg übernimmt die Teileversorgung der weltweiten A320-Endmontagelinien. Die schlüsselfertig gelieferte, zentrale Anlage untersteht direkt dem Flugzeughersteller und ersetzt zuvor extern betriebene und auf fünf Standorte aufgeteilte Lagerbereiche.

Das neue Zentrallager für die A320-Familie in Hamburg entstand, verkehrsgünstig für LKW und Schiffsverladung, in einem 2015 zugeschütteten, früheren Hafenbecken am Hamburger Hafen und liegt „am Genter Ufer“, nur etwa sechs Kilometer von Finkenwerder entfernt. Es versorgt künftig die Endmontagelinien der A320-Familie in Tianjin und Mobile mit großen Komponenten, wie Sitzen, Kabineneinrichtungen, Teppichen, Sharklets und Fahrwerken.


Die neue Anlage auf 60.000 Quadratmeter Gesamtfläche wurde in eineinalb Jahren durch die Spezialfirma „Bremer Hamburg GmbH“ gebaut und schlüsselfertig übergeben. Unser Foto zeigt ein Webcam-Bild der Anlage vom 5. Juli. Betrieben wird sie durch eine neue Airbus-Tochter, die Airbus Logistik GmbH. Damit holt der Flugzeughersteller zuvor externe Bereiche unter sein eigenes Dach.


„Der Ausbau unserer Infrastruktur für die A320-Familie und der Aufbau von eigenen Logistikkompetenzen ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg”, sagte Dr. André Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland, bei der Eröffnungsfeier am 1. Juli. „Wir liefern aus Hamburg jährlich nicht nur mehr als die Hälfte aller Flugzeuge der A320-Familie aus, sondern sind auch maßgeblich an der Weiterentwicklung und dem Programmmanagement dieser Produktfamilie beteiligt. Mit der Übernahme des Zentrallagers erweitern wir unser Portfolio und bauen die Rolle der Metropolregion Hamburg als weltweit drittgrößter Luftfahrtstandort weiter aus”, so Walter.


Das Zentrallager sei ein wichtiger Schritt, um Logistikkompetenzen aufzubauen und die Logistikabläufe für den angestrebten Hochlauf in der A320-Produktion zu optimieren. Zugleich unterstreiche es die Bedeutung des Standorts als konzernweites Zentrum für das A320-Programm.


Auf zwei Etagen und 44.300 Quadratmeter Fläche wird das Material gelagert und umgeschlagen. 2730 Quadratmeter umfasst der dreistöckige Bürobereich. Auch Qualitätskontrolle und Zollabfertigung können hier abgewickelt werden. Die neue Anlage ist mit Airbus direkt vernetzt, so dass alle Teile und deren Lieferfortschritt in Echtzeit erfasst werden. Außerdem ist die Anlage auf die Anforderungen einer fortschreitenden Automatisierung in der Produktion vorbereitet. 27 Laderampen mit Überladebrücken und sechs mit Seitenentlademöglichkeit übernehmen die Ver- und Entsorgung des Logistikzentrums, das auch über sechs E-Ladestationen für elektrische Fahrzeuge verfügt.


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