Antonov Airlines schickte jüngst eine An-124 nach Nahost, um von dort Panther-Feuerwehrtrucks von Rosenbauer nach Zentralasien zu transportieren. Stellt sich die Frage: Wie viele Panther 6×6 finden eigentlich Platz in einer An-124? Die Antwort: drei. Gerade so.

Der Rosenbauer Panther 6×6 ist ein ziemlich eindrückliches Feuerlösch-Gefährt: 21 Tonnen schwer, zwölf Meter lang, bis zu 750 PS stark und mit Platz für maximal 12.000 Liter Löschmittel. Kein Wunder, dass der zweitgrößte Truck im Portfolio des Herstellers Rosenbauer aus Österreich bei Flughafenfeuerwehren auf der ganzen Welt im Einsatz steht.


Auf dem Luftweg erreichen die wuchtigen Panther-Trucks ihren zugedachten Arbeitsort eher selten. Besondere Umstände erfordern aber manchmal auch besondere Maßnahmen – und so kam Antonov Airlines aus Kiew im vergangenen Monat kurzfristig zu der Ehre, gleich drei Panther 6×6 aus dem Nahen Osten nach Zentralasien zu fliegen. Die Ukrainer sind eine der Top-Adressen, wenn es um den Transport besonders sperriger Fracht per Flugzueg geht – und mit ihren sieben Antonow An-124 „Ruslan“ ein wichtiger Faktor im globalen Cargo-Business.




Antonov Airlines

Ein einziges Frachtflugzeug für drei Panther 6×6? Reicht gerade so. Wenn der Frachter eine An-124 ist.

Enge Kiste im Frachtraum

Ein Gesamtgewicht von 63 Tonnen, wie es die drei Panther-Trucks gemeinsam auf die Waage bringen, ist für die Ruslan ein Klacks. In der Version An-124-100M-150 hievt der Lastenesel bis zu 150 Tonnen Nutzlast in die Luft. Der Frachtraum einer An-124 ist allerdings „nur“ etwas mehr als 36 Meter lang und 6,4 Meter breit. Damit alle drei Panther 6×6 in den Bauch des Flugzeugs passten, mussten die Trucks im Flug dicht an dicht hintereinander stehen. Eine Rechnung, die gerade so aufging: eine einzige An-124-100M-150 reichte aus, um alle drei Feuerwehrautos an ihren Zielort zu fliegen.



Antonov Airlines

Die An-124-100M-150 schluckt bis zu 150 Tonnen Fracht. Die drei je zwölf Meter langen Panther reizten den gut 36 Meter langen Laderaum restlos aus.

Kurzfristiger Auftrag

Antonov Airlines blieb für die Planung des Auftrags nach eigenen Angaben nur eine Woche Vorlaufzeit. Da das Unternehmen derzeit restlos ausgelastet ist, kombinierten die Dispatcher den Panther-Flug mit einer bereits angesetzten anderen Mission. Heraus kam „eine kostengünstige und zeitsparende Lösung, die den Anforderungen von Rosenbauer gerecht wurde“, wie es Airline-Vertriebschef Iwan Boschko formuliert. Nach der Ankunft am Zielort habe man die Feuerwehrautos entladen und neue Fracht für ein separates Projekt aufgenommen, so Boschko weiter. Dadurch seien Streckenführung und Frachtkapazität des Flugzeugs optimiert worden.


Antonov Airlines betreibt neben den sieben An-124 auch die riesige An-225 „Mrija“ und die weltweit einzige An-22 „Antei“ in kommerziellen Diensten. Während letztere seit geraumer Zeit in der Wartung ist, war die sechsstrahlige „Mrija“ erst diese Woche in Leipzig zu Besuch. Dort nahm sie humanitäre Hilfsgüter auf, mit denen sie am Mittwochvormittag nach Ghana aufbrach.


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