Flankiert von der spektakulären Wüstenlandschaft Ägyptens hat die britische Carrier Strike Group um den neuen Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth Mitte der Woche den Suezkanal durchfahren. Nun beginnt für den Träger eine neue Etappe: Ziel ist der Indopazifik.

Der Anblick der Queen Elizabeth inmitten der berühmten, engen Wasserstraße weckte bei manchen Beobachtern Erinnerungen an den März: damals hatte sich das riesige Containerschiff Ever Given im Suezkanal quergestellt und war auf Grund gelaufen. Ein Stau gigantischen Ausmaßes war die Folge. Zeitweise bis zu 450 Frachtschiffe warteten tagelang darauf, dass der Kanal endlich wieder befahrbar war. „Don’t do an Ever Given!“, war dann auch der gutgemeinte Rat, den man in sozialen Medien, adressiert an die Crew der Queen Elizabeth, lesen konnte: Macht es bloß nicht wie die Ever Given!




Royal Navy

Bloß nicht querstellen… Die HMS Queen Elizabeth durchfuhr zum ersten Mal den Suezkanal – und machte es besser als das Containerschiff „Ever Given“.

Sechs Wochen in Atlantik und Mittelmeer

Sie machten es natürlich besser, die Briten: Sowohl der Flugzeugträger als auch seine acht Begleitschiffe bahnten sich problemlos ihren Weg durch den Suezkanal ins Rote Meer und nehmen nun Kurs Richtung Indopazifik. Damit beginnt für die 1.450 Mann starke Crew der Queen Elizabeth zugleich ein neues Kapitel, denn die Durchfahrt des Kanals markierte das Ende einer sechswöchigen Übungs- und Einsatzphase im Ostatlantik und im Mittelmeer. Während dieser Zeit besuchten die Schiffe elf europäische Länder, hielten Übungen mit dem französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle ab und trainierten zusammen mit Einheiten der italienischen Luftwaffe und Marine. Außerdem flogen die 18 an Deck stationierten F-35B der Royal Air Force und der US Marines ihre ersten Einsätze bei der Operation Shader gegen den Islamischen Staat über Syrien und dem Irak.



„Die Tage sind lang und die Arbeit ist hart“

Ein gutes Fünftel der auf 28 Wochen angesetzten Premieren-Einsatzfahrt der Queen Elizabeth hat die Carrier Strike Group nun hinter sich. Joanna Magill, Physiotherapeutin der Royal Air Force im medizinischen Team der HMS Queen Elizabeth, zieht ein erstes, psoitives Fazit: „Die Tage sind lang und die Arbeit ist hart, aber es lohnt sich: Ich genieße den Einsatz bisher. Nach einem Jahr zu Hause, in dem man so eingeschränkt war, ist es großartig, die Welt zu sehen und zu erleben – auch wenn man sie manchmal noch von der Enge des Schiffes aus erlebt.“ Steve Moorhouse, britischer Kommandeur des Verbands, freut sich auf die nächsten Aufgaben: „Jetzt fahren wir nach Osten, in Richtung der aufstrebenden Volkswirtschaften des Indopazifik.“ Ziele auf der Liste sind unter anderem Indien, Japan, Südkorea und Singapur. Am Ende ihrer Reise wird die 65.000 Tonnen schwere Queen Elizabeth 40 Länder besucht und 26.000 Semeilen zurückgelegt haben.


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