Mit der ED Decision 2025/018/R hat die Europäische Flugsicherheitsagentur eine aktualisierte Fassung von Guidance Material und Acceptable Means of Compliance zur Durchführungsverordnung 2019/947 veröffentlicht. Darin wird festgelegt, dass die von der Working Group Safety Risk Management (WG SRM) bei den Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems (JARUS) erarbeitete Version 2.5 des Specific Operations Risk Assessments (SORA) ab sofort in der EU angewendet werden kann.
Mit SORA 2.5 sollen durch präzisierte Formulierungen und Klarstellungen spürbare Erleichterungen und Harmonisierungen im Antrags- und Genehmigungsprozess für den UAS-Betrieb in der „Specific Category“ erzielt werden. Während die Bewertung des Luftrisikos einem weiteren SORA-Update – Version 3.0 ist bereits in Vorbereitung – vorbehalten bleibt, beziehen sich wichtige Veränderungen in Version 2.5 auf die Bewertungssystematik des Bodenrisikos anhand der numerischen Bevölkerungsdichte. Auch die Auswirkungen der an das Betriebsgebiet angrenzenden Lufträume auf die geforderten Maßnahmen zur Risikominimierung wurden angepasst, sodass – ohne Sicherheitsverlust im Flugbetrieb – in vielen Fällen eine niedrigere Containment-Stufe gefordert wird.
Weitere Informationen zur ED Decision 2025/018/R gibt es hier:
https://www.easa.europa.eu/en/document-library/agency-decisions/ed-decision-2025018r?utm_campaign=i-20250929&utm_term=pro&mtm_source=notifications&mtm_medium=email&utm_content=title&mtm_placement=content&mtm_group=easa_agency_decision
Darüber hinaus arbeitet die EASA gemeinsam mit dem Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission und dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus an einer interaktiven Kartendarstellung zur Ermittlung der Bevölkerungsdichte in den einzelnen Mitgliedsstaaten. Damit soll die in SORA 2.5 vorgesehene Nutzung von Angaben zur nummerischen Bevölkerungsdichte zur Bewertung des Bodenrisikos erleichtert werden. Derzeit befindet sich die Karte in der Entwicklung und kann noch nicht als Referenz für Anträge auf Betriebsgenehmigungen genutzt werden. Das Tool sollte in Zukunft aber eine wertvolle Hilfe für den kommerziellen UAS-Betrieb darstellen können.