Von der Innovation zur alltäglichen und skalierbaren Umsetzung. Das ist die große Herausforderung für die UAS-Industrie. Und es ist die Aufgabe der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten, der Industrie den Weg dafür zu ebnen. Diese klare Forderung formulierte der UAV DACH während des jüngsten Treffens der Drone Expert Group der Europäischen Kommission.
Der europäische Verband für unbemannte Luftfahrt wurde in Brüssel von Oliver Lichtenstein (stellvertretender Vorsitzender des Vorstands) und Michael Wieland (Head of Advisory Committee) vertreten. Beide forderten die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten auf, mit Blick auf die UAS-Industrie schneller und vor allem geschlossener zu agieren. Die zum Teil gravierenden Unterschiede in der Umsetzung der europäischen Vorgaben sowie die vielfach langwierigen Verfahren bremsen die Drone-Economy aus und machen einen wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsbetrieb oft unmöglich. Hier sind mehr Tempo und gegenseitiges Vertrauen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und den zuständigen Behörden – insbesondere mit Blick auf die gegenseitige Anerkennung von Zulassungen und Genehmigungen – unerlässlich.
Gleichzeitig forderten Lichtenstein und Wieland mehr Konsequenz bei der Sanktionierung des illegalen Drohnenbetriebs. Ein essenzieller Schritt in diese Richtung ist die verpflichtende elektronische Sichtbarkeit aller Teilnehmer im unteren Luftraum über ADS-L sowie die Schaffung eines gemeinsamen Luftlagebilds.