Kompetenzfragen klären

20.08.2026

UAV DACH unterstützt Initiative im Deutschen Bundestag

Deutschland ist im unteren Luftraum häufig blind. Das hat der jüngste Vorfall mit einer mit Sprengstoff versehenen Drohne am Flughafen Leipzig-Halle gezeigt. Geeignete Überwachungstechnologien sind zwar vorhanden, doch zu oft sind Zuständigkeits- und Finanzierungsfragen weiterhin ungeklärt. Daher begrüßt der UAV DACH – European Association for Unmanned Aviation den Vorstoß der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, um klare Regeln und eine gesetzliche Grundlage zur Abwehr illegal betriebener Drohnen zu schaffen.    

„Wir unterstützen die Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag ausdrücklich“, sagt Dr. Gerald Wissel, Vorsitzender des Vorstands des UAV DACH – European Association for Unmanned Aviation. „Die aktuellen Schutzkonzepte müssen dringend nachgeschärft und eine zentrale Verantwortlichkeit auf Bundesebene geschaffen werden.“ 

Praxistauglich definierte Regelungs- und Kontrollkompetenzen, die elektronische Sichtbarkeit aller bemannten und unbemannten Teilnehmer am unteren Luftraum via ADS-L sowie eine konsequente Bekämpfung des illegalen Drohnenbetriebs sind Grundvoraussetzungen dafür, dass das volle wirtschaftliche und soziale Potenzial der kommerziellen unbemannten Luftfahrt erschlossen werden kann. Daher hat der Industrieverband UAV DACH – European Association for Unmanned Aviation bereits im Dezember 2025 einen Forderungskatalog zum Thema Drohnendetektion und -abwehr veröffentlicht. Allerdings sind einige zentrale Punkte weiterhin ungeklärt.