Welche Rolle spielen unbemannte Systeme künftig für die Bündnis- und Landesverteidigung? Welche Lehren kann Europa aus der umfassenden Drohnennutzung durch die Ukraine ziehen? Und vor allem: Wie lassen sich Fertigungskapazitäten aufbauen, um schnell produzieren und gleichzeitig effizient auf technologische Entwicklungen reagieren zu können? Um diese und andere Fragen ging es beim Event „New Age Defence“ im Hangar 6 des altehrwürdigen Flughafens Tempelhof in Berlin.
Die Stärkung der europäischen UAS-Industrie ist das zentrale Anliegen des UAV DACH. Der Aufbau resilienter Lieferketten und die Schaffung industrieller Produktionskapazitäten sind eine wichtige Voraussetzung, damit die kommerzielle Nutzung unbemannter Flugsysteme überall in Europa vollends an Fahrt aufnehmen kann. Hierbei ist es ratsam, sowohl zivile Anwendungsfälle als auch Dual-Use- und militärische Nutzungsszenarien gleichermaßen in den Blick zu nehmen.
Bereits im Rahmen der XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf hatte der UAV DACH einen Round Table zur Stärkung der industriellen Produktionskapazitäten mit Vertreterinnen und Vertretern von 25 führenden Unternehmen der Drohnenindustrie organisiert. Dazu eingeladen hatte Flottillenadmiral Christian Bock, Leiter des Innovationszentrums der deutschen Bundeswehr in Erding. Zum Abschluss wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, gemeinsam an den Rahmenbedingungen zur Erreichung der Zielvorgabe von Produktionskapazitäten für Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr bis zum Jahr 2027 von mehr als 100.000 Einheiten pro Jahr zu arbeiten.