DLR lädt zum Informationsevent nach Cochstedt

11.12.2025

Einweihung im Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme

Für die künftige Entwicklung der UAS-Industrie ist der schnelle und unkomplizierte Zugang zu geeigneten Testmöglichkeiten für neue Technologien und innovative Betriebskonzepte von entscheidender Bedeutung. Beispielsweise mit Blick auf BVLOS-Missionen und wenn es darum geht, mehrere Drohnen in koordiniert agierenden Schwärmen zu betreiben. Mit dem Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine solche Möglichkeit geschaffen und in den vergangenen Jahren sukzessive erweitert.

Anlässlich der Einweihung des neuen Hauptgebäudes hatte das DLR zu einer Informationsveranstaltung in Cochstedt eingeladen, an der unter anderem Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, und Dr. Marcus Pleyer, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, teilnahmen. Für den UAV DACH war der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Oliver Lichtenstein vor Ort und brachte als Teilnehmer einer Panel-Diskussion zum Thema „Forschung, Technologie und Industrie“ die Perspektive der europäischen Drone-Economy in die Debatte ein. Dabei unterstrich er, wie wichtig es für Industrie und Behörden ist, Drohnentechnologien unter praxisnahen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

Damit die in Cochstedt und andernorts gewonnenen Erkenntnisse allerdings auch erfolgreich in den Realbetrieb übergehen könnten, müsse eine verpflichtende elektronische Sichtbarkeit aller Luftraumteilnehmer – beispielsweise via ADS-L – gewährleistet werden. Hierfür brauche es jedoch klare sowie pragmatische Entscheidungen und ein konsequentes Miteinander aller Stakeholder.

Dass mit Konsequenz und Pragmatismus gute Lösungen im Sinne der UAS-Industrie erzielt werden können, verdeutlicht unter anderem das kürzlich vom Bundesverkehrsministerium in Magdeburg-Cochstedt eingerichtete geografische Gebiet, in dem der UAS-Betrieb von mehreren Anforderungen in der „offenen“ Kategorie ausgenommen ist. Die auf diese Weise erweiterten Testmöglichkeiten und der Wegfall zahlreicher langwieriger Genehmigungsprozesse sind weitere positive Impulse für die UAS-Industrie, die vom Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme ausgehen.

(Foto: DLR)