Informal Drone Expert Group bei der Europäischen Kommission

23.09.2025

IDEG tagt zu Frequenzen, EU Trusted Drone-Label, U-Space und ADS-L

Kernaufgabe der Informal Drone Expert Group bei der Europäischen Kommission in Brüssel ist die Beratung und die Unterstützung der EU-Kommission bei der Umsetzung von Maßnahmen, die der Integration von Drohnen in das Luftfahrtsystem sowie der Schaffung einer geeigneten Betriebsumgebung und Infrastruktur für Drohnen dienen. Der UAV DACH ist Teil des Gremiums und wurde bei der jüngsten Sitzung der IDEG bei der EU-Kommission in Brüssel vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Oliver Lichtenstein vertreten. Die beiden Vorstandsmitglieder Michael Wieland und René Wagner nahmen virtuell an dem hybriden Event teil.

Inhaltlich standen recht unterschiedliche Themen hinsichtlich der kommerziellen Drohnennutzung auf der Agenda. So waren sich die Teilnehmenden darin einig, dass die Umsetzung der U-Space-Vorgaben aus Brüssel innerhalb der Mitgliedstaaten aktuell höchst unzureichend und ein einheitliches Vorgehen innerhalb der Europäischen Union derzeit eher unwahrscheinlich ist. Hier müsse nachgearbeitet werden, um einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen oder das dauerhafte Fehlen von U-Space-Gebieten zu vermeiden. Zudem beschäftigten sich die Gremienmitglieder mit dem laufenden Verfahren zur Frequenzzuteilung für den UAS-Betrieb. Hierzu wird es voraussichtlich noch in diesem Jahr Beschlüsse des Radio Spectrum Committees geben, von denen Erleichterungen für BVLOS-Flüge – auch über nationale Grenzen hinweg – ausgehen sollen.

Des Weiteren wurde über zwei aktuelle Initiativen gesprochen. Mit dem „EU Trusted Drone Label“, so die Hoffnung der Befürworter, könnten Hersteller die Möglichkeit haben, potenziellen Kundinnen und Kunden gegenüber – gewissermaßen als vertrauensbildende Maßnahme – plakativ zu veranschaulichen, dass ihr Produkt umfangreichen Voraussetzungen im Bereich Safety & Security entspricht. Diesbezüglich vertritt der UAV DACH die Auffassung, dass eine Gestaltung eines solchen Labels zwingend im Einklang mit dem bestehenden Regelwerk stehen muss, um Herstellern und Betreibern Rechtssicherheit zu geben. Insbesondere dann, sollte ein solches Label einmal verpflichtend werden.

Zudem stellte Michael Wieland eine im UAV DACH abgestimmte Konzeptidee für einen flächendeckenden Rollout der ADS-L-Technologie im unteren Luftraum vor. Das Ziel ist es dabei, durch eine signifikant verbesserte Nutzung zur Akzeptanzsteigerung in Sachen eConspicuity beizutragen. Und zusätzlich das Sicherheitsniveau und die verfügbare Datenlage zum Verkehr im unteren Luftraum signifikant zu erhöhen.