Methodik zur Risikobewertung im Luftraum

07.08.2026

UAV DACH hat bei der EASA einen Vorschlag für den UAS-Betrieb in städtischen Gebieten eingereicht

Der UAV DACH hat einen Vorschlag für eine neue Methodik zur Bewertung von Luftrisiken ausgearbeitet, der von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für künftige regulatorische Initiativen geprüft werden soll. Die Methodik könnte zudem auf der bevorstehenden Plenarsitzung der „Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems“ (JARUS) in Ghana erörtert werden.

Die von Experten aus UAV DACH-Mitgliedsorganisationen entwickelte Methodik bietet einen transparenten, datengestützten Ansatz zur Bewertung des Luftraumrisikos bei UAS-Einsätzen in urbanen Gebieten. Sie berücksichtigt dabei bemannte Luftfahrzeuge, die rechtmäßig in geringen Höhen operieren dürfen, einschließlich Rettungs- und Polizeiflügen.

Berechnungen auf der Grundlage repräsentativer deutscher Städte zeigen, dass das resultierende Luftraumrisiko gering bleibt – selbst wenn das geschätzte Verkehrsaufkommen durch Anwendung eines konservativen Sicherheitsaufschlags von 100 % verdoppelt wird. Somit liefert die Methodik den Luftfahrtbehörden quantitative Nachweise, die bestehende Bewertungen im Rahmen des SORA-Verfahrens (Specific Operations Risk Assessment) ergänzen können.

Sollte die Methodik von der EASA und den nationalen Luftfahrtbehörden der europäischen Mitgliedstaaten akzeptiert werden, könnte sie verhältnismäßige Genehmigungsverfahren ermöglichen und zu einem sicheren sowie skalierbaren Einsatz von UAS im urbanen Raum beitragen.

Die Methodik zur Bewertung von Luftrisiken ist hier abrufbar