Die unbemannte Luftfahrt braucht mehr als Versprechen

17.06.2026

Luftfahrtstrategie muss konkrete Maßnahmen zur Förderung der UAS Industrie enthalten

Das Potenzial der unbemannten Luftfahrt wird immer noch unterschätzt. In der von der deutschen Bundesregierung im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung vorgestellten Luftfahrtstrategie werden einige zentrale Handlungsfelder für eine künftige Drohnenpolitik identifiziert. Doch den Ankündigungen müssen jetzt auch konsequente Taten folgen.

„Es darf jetzt nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben“, mahnt Dr. Gerald Wissel, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes UAV DACH. „Wir sehen in Ländern wie den USA, China oder auch Israel eine massive finanzielle und strukturelle Unterstützung der zivilen und militärischen UAS-Industrie. Deutschland und Europa können es sich nicht leisten, hier vollends den Anschluss zu verlieren.”

Von zentraler Bedeutung ist der schnelle Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten. „Damit deutsche und europäische Hersteller die Voraussetzungen schaffen können, um hochwertige und preislich wettbewerbsfähige Drohnen in großen Stückzahlen zu produzieren, sind verlässliche und planbare Nachfragesignale essenziell“, erläutert Dr. Gerald Wissel. „Behörden, der öffentliche Dienst, BOS-Organisationen oder auch KRITIS-Unternehmen können bereits heute als Ankerkunden eine verlässliche Nachfrage schaffen, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der UAS-Industrie zu ermöglichen.”